Felix Hell Concert Organist
BIOGRAPHIE
Felix Hell zählt zu den international etablierten Konzertorganisten seiner Generation. Mehr als 1.000 Solo- und Orchesterkonzerte führten ihn durch Nordamerika, Europa, Asien und Australien. Als „einen der wenigen Weltstars der Kirchenorgel“ (IKZ, 2026) gewürdigt, wird sein Spiel zugleich für seine „einfühlsame Interpretation“ beschrieben, die „tief in die Seele“ dringe (Die Rheinpfalz, 2026).
Zu seinen Auftrittsorten zählen unter anderem das Lincoln Center for the Performing Arts in New York, die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles, die Davies Symphony Hall in San Francisco, die Esplanade in Singapur, die Dewan Filharmonik Petronas in Kuala Lumpur, der Tschaikowski-Konzertsaal in Moskau, die Große Philharmonie in St. Petersburg sowie das National Kaohsiung Center for the Arts Weiwuying in Taiwan. Darüber hinaus konzertierte Hell in zahlreichen bedeutenden Kathedralen, darunter Berlin, München, Regensburg, Passau, Speyer, Ulm, Worms, Riga, Reykjavik und Bogotá.
Als Solist arbeitete er mit Orchestern in Nordamerika, Europa und Asien zusammen, darunter das Baltimore Symphony Orchestra, die Busan Philharmonic, das Kaohsiung Symphony Orchestra, das Jacksonville Symphony Orchestra, das Charleston Symphony Orchestra, das McGill Chamber Orchestra, die National Academy Orchestra of Canada, das Pfalztheaterorchester Kaiserslautern und die Deutsche Streicherphilharmonie.
Seine Programme sind darauf ausgerichtet, die enorme Ausdrucksbreite des Instruments erlebbar zu machen und vertraute Werke ebenso wie unerwartete Entdeckungen in neue Zusammenhänge zu stellen. Zugleich gehört es zu den zentralen Anliegen seiner Arbeit, Menschen für die Orgel zu begeistern, die bislang kaum Zugang zu ihr hatten. Einen besonderen Stellenwert hat dabei die Begegnung mit Kindern und jungen Menschen. Workshops, Gespräche und unmittelbare Erfahrungen am Instrument machen deshalb zunehmend einen festen Bestandteil seiner Konzertprojekte aus.
Internationale Aufmerksamkeit erlangte Hell auch durch zyklische Aufführungen des gesamten Orgelwerks von Johann Sebastian Bach. Den vollständigen Zyklus mit rund 250 Werken und nahezu 20 Stunden Musik führte er bislang viermal auf, zuletzt 2013 in Seoul.
Seine Diskografie umfasst 13 Einspielungen. Das Album Organ Fantasies: Masterworks by Bach, Liszt and Reger erschien 2023 bei Universal Music. Die Aufnahme entstand am National Kaohsiung Center for the Arts Weiwuying in Taiwan auf der dortigen Klais-Orgel mit 127 Registern und mehr als 9.000 Pfeifen, der größten Pfeifenorgel Asiens.
Bereits im Alter von 13 Jahren wurde Felix Hell an der Juilliard School in New York aufgenommen. Mit 15 setzte er seine Ausbildung am Curtis Institute of Music in Philadelphia fort, wo er den Bachelor of Music erwarb. Am Peabody Institute der Johns Hopkins University in Baltimore folgten das Artist Diploma, der Master of Music und der Doctor of Musical Arts. 2007 wurde er von der Johns Hopkins University mit dem Outstanding Graduate Award ausgezeichnet.
